Grayscale: vier Netzwerke bereit für institutionelles Kapital
In einem neuen Bericht schreibt Grayscale, dass vier Blockchains am besten aufgestellt sind, um die ersten institutionellen Zuflüsse aufzufangen, sobald der amerikanische Clarity Act verabschiedet wird.
Die vier Auserwählten
Der Vermögensverwalter Grayscale hat einen Bericht veröffentlicht, in dem er vier Blockchains nennt, die seiner Ansicht nach am meisten von der bevorstehenden regulatorischen Klarheit in den Vereinigten Staaten profitieren werden:
- Ethereum — dominant bei DeFi und Stablecoins
- Solana — schnelles Wachstum bei Zahlungen und Consumer-Apps
- BNB Chain — starke Retail-Adoption und niedrige Kosten
- Canton Network — ausgerichtet auf institutionelle Tokenisierung
Warum ausgerechnet diese vier?
Grayscale nennt drei Kriterien:
- Bewährte Größenordnung in DeFi oder bei tokenisierten Vermögenswerten
- Ausgereifte Toolchain für institutionelle Integration (Verwahrung, Compliance, Oracles)
- Aktive Beteiligung an Regulierung und Standardisierung
Der Clarity Act als Katalysator
Der amerikanische Clarity Act soll endlich die Trennlinie ziehen zwischen dem, was ein Security ist, und dem, was ein Commodity ist. Sobald das Gesetz verabschiedet ist, können große Banken und Vermögensverwalter deutlich offensiver auf On-Chain-Produkte setzen.
Und wenn das Gesetz ausbleibt?
Grayscale skizziert auch ein Szenario, in dem sich die Gesetzgebung weiter verzögert. Dann blieben Europa (MiCA) und Asien (Singapur, Hongkong) führend, und institutionelles Kapital flösse vor allem über nicht-amerikanische Jurisdiktionen in den Markt.
Für deutsche Anleger
Die genannten Netzwerke sind allesamt über europäische regulierte Handelsplätze handelbar. Bedenke dabei: Regulatorische Klarheit garantiert nicht automatisch steigende Kurse — Fundamentaldaten und Risikomanagement bleiben entscheidend.
