Ethereum unter Druck: ETF-Abflüsse, aber Rekordmenge an ETH im Staking
Ether rutscht in Richtung 1.540 €. US-Spot-ETH-ETFs verzeichneten im vergangenen Monat Abflüsse von mehr als 145 Millionen Euro, während über 32 % aller ETH im Staking gebunden sind – ein auffälliges zweigleisiges Bild.
Ethereum unter Druck: ETF-Abflüsse, aber Rekordmenge an ETH im Staking
Ethereum hat einen schwierigen Monat hinter sich. Der Preis von Ether rutschte in Richtung 1.545 € (Stand 17. Juni) ab und hinkt Bitcoin hinterher. Doch der Markt erzählt eine Geschichte mit zwei Gesichtern: Institutionelle Akteure verkaufen über ETFs, während tatsächlich eine Rekordmenge an ETH im Staking gebunden ist.
Institutionelles Kapital zieht sich zurück
US-Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten in den letzten dreißig Tagen einen Nettoabfluss von mehr als 145 Millionen €. Das Bild wird am deutlichsten durch BlackRocks iShares Ethereum Trust (ETHA) illustriert: Der Fonds verwaltet mehr als 4,4 Milliarden €, ist aber für 2026 tief in den roten Zahlen. Kurz gesagt: Verkäufe erfolgen über ETFs, während Privatanleger tatsächlich eher kaufen.
Staking zeigt das Gegenteil
Unter der Oberfläche geschieht etwas Bemerkenswertes. Etwa 39,5 Millionen ETH sind derzeit im Staking gebunden – mehr als 32 % des Gesamtangebots. Wichtiger Hinweis: Die Warteschlange zum Unstaking ist fast leer, so dass der Ausstieg jetzt nur noch Minuten statt Wochen dauert. Dass Großinvestoren dennoch weiter staken, ist ein Zeichen langfristigen Vertrauens: Sie bevorzugen Rendite gegenüber dem Verkauf.
Gleichzeitig befindet sich weniger ETH an Börsen als je zuvor. Historisch gesehen wird ein niedriger Börsensaldo als Zeichen dafür gewertet, dass Inhaber kurzfristig nicht verkaufen wollen – was den Verkaufsdruck dämpfen kann.
Was sagt das über den Markt aus?
Der Kontrast ist die Geschichte. Der Preis steht aufgrund sichtbarer ETF-Abflüsse unter Druck, aber die zugrunde liegenden Halterdaten (Staking steigt, Börsensaldo sinkt) deuten auf Überzeugung hin. Für eine echte Trendwende schauen Analysten auf zwei Dinge: eine Rückkehr der Zuflüsse in ETH-Produkte und ein anhaltendes Wachstum der Netzwerknutzung.
Im Hintergrund arbeitet Ethereum zudem an seinem nächsten großen Upgrade, Glamsterdam, das in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 auf mehr Netzwerkeffizienz und Verarbeitungskapazität abzielt. Ob das ausreicht, um die Stimmung zu kippen, bleibt abzuwarten.
Quelle: CryptoBenelux, BTC Direct, Crypto Koers Euro
