BlackRock setzt bei Tokenisierung auf Ethereum: BUIDL über 22 Mrd. € — während die Ethereum Foundation 20 % der Stellen streicht
Der größte Vermögensverwalter der Welt baut seine Tokenisierung traditioneller Anlagen (RWA) auf Ethereum aus und verdrahtet seine Aladdin-Plattform immer tiefer mit der Blockchain. Zugleich restrukturiert die Ethereum Foundation hart: 54 Stellen fallen weg, das Budget sinkt deutlich.
BlackRock setzt bei Tokenisierung auf Ethereum: BUIDL über 22 Mrd. € — während die Ethereum Foundation 20 % der Stellen streicht
Der Kontrast hätte diese Woche kaum größer sein können. Auf der einen Seite vertieft BlackRock — der größte Vermögensverwalter der Welt — seinen Einsatz auf Ethereum als Fundament für die Tokenisierung traditioneller Anlagen (Real-World Assets, RWA). Auf der anderen streicht die Ethereum Foundation rund 20 % ihrer Stellen. Was sagt das darüber, wo Ethereum steht?
Kurz gefasst
🏦 BlackRock baut seine RWA-Tokenisierung auf Ethereum aus und arbeitet dafür eng mit Ethereum-Entwicklern zusammen · 🖥️ es vertieft Aladdin, BlackRocks Verwaltungsplattform, über die Billionen an Vermögen laufen · 💰 der tokenisierte Geldmarktfonds BUIDL ist inzwischen über 22 Mrd. € schwer · 🤝 ebenfalls neu: Aladdin erhält tiefere Unterstützung für die Stablecoin-Produkte von Ethena (USDe) · ✂️ zugleich streicht die Ethereum Foundation 54 Stellen (±20 %) und senkt ihr Budget 2026 um ±40 % · 📉 ETH notiert ±70 % unter seinem Hoch.
Was macht BlackRock genau?
BlackRock bringt immer mehr traditionelle Finanzprodukte — Geldmarktfonds, anleiheähnliche Produkte, demnächst womöglich Aktienfonds — als Token direkt auf die Blockchain. Dafür arbeitet das Unternehmen eng mit Ethereum-Entwicklern zusammen und verdrahtet die Infrastruktur mit Aladdin, dem Verwaltungssystem, auf dem ein Großteil der professionellen Finanzwelt läuft.
Das Flaggschiff ist BUIDL, BlackRocks tokenisierter Geldmarktfonds, inzwischen über 22 Mrd. € schwer. Zudem erhält Aladdin tiefere Unterstützung für die Stablecoin-Produkte von Ethena, darunter USDe. Die Botschaft zwischen den Zeilen: Für die Wall Street ist Ethereum keine 'Kryptomünze', sondern Abwicklungsinfrastruktur.
Und zugleich: Die Foundation schrumpft kräftig
In derselben Woche wurde bekannt, dass die Ethereum Foundation — die Non-Profit-Organisation hinter der Protokollentwicklung — 54 Mitarbeitende (±20 %) gehen lässt und ihr Budget für 2026 um rund 40 % senkt. Ausscheidende erhalten einen Monatslohn pro Dienstjahr plus Unterstützung bei der Vermittlung im Ökosystem.
Schmerzhaft? Sicher. Aber die Umstrukturierung passt in eine längere Linie: Die Foundation will kleiner und schärfer werden und mehr dem breiteren Ökosystem überlassen — genau dem Ökosystem, in das Akteure wie BlackRock jetzt einsteigen.
Zwei Gesichter, ein Netzwerk
Für den Kurs bewegte die Nachricht wenig: ETH steht ±70 % unter seinem Hoch, und Analysten rechnen mit weiterem Druck, solange das Makro-Umfeld feindlich bleibt. Der zugrunde liegende Trend ist jedoch schwer zu ignorieren: Der größte Vermögensverwalter der Welt baut seine Tokenisierungs-Zukunft auf Ethereum.
Was bedeutet das für dich?
Tokenisierung ist eine Langfrist-Geschichte: Sie sagt wenig über den ETH-Kurs nächste Woche, aber viel über die Rolle des Netzwerks in fünf Jahren. Wer an Ethereum glaubt, schaut auf Nutzung und Adoption — nicht nur auf den Chart.
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