Bitcoin29. Juli 2026

Bitcoin klettert am Tag der Fed-Entscheidung zurück auf 63.800 Dollar

Der Kryptomarkt erholt sich am 29. Juli leicht, Bitcoin steht bei rund 55.841 Euro und Ethereum führt unter den großen Namen. Heute Abend um 20 Uhr kommt der Zinsentscheid der Fed, der Angstindex bleibt derweil bei 29 stehen.

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Wo der Markt am 29. Juli steht

Der gesamte Kryptomarkt ist 2,28 Billionen Dollar wert, rund 2,00 Billionen Euro, ein Plus von 0,4 Prozent binnen vierundzwanzig Stunden. Umgesetzt wurden 61,84 Milliarden Dollar, rund 54,11 Milliarden Euro. Das ist kein erschreckendes Volumen, aber ein dünnes: Der Markt hält bis heute Abend die Luft an.

Bitcoin notiert bei 63.818,12 Dollar, rund 55.841 Euro, ein Plus von 1,04 Prozent. Ethereum schlägt sich besser mit 1.912,56 Dollar, rund 1.673 Euro, und einem Gewinn von 2,38 Prozent. XRP kommt auf 1,07 Dollar, rund 0,94 Euro, plus 1,9 Prozent. Die Dominanz von Bitcoin liegt bei 56,3 Prozent, die von Ethereum bei 10,2 Prozent — ein Verhältnis, das sich seit Wochen kaum bewegt.

Heute Abend um 20 Uhr: die Fed-Entscheidung

Um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit verkündet das Federal Open Market Committee seinen Zinsentscheid, eine halbe Stunde später folgt die Pressekonferenz von Vorsitzendem Kevin Warsh. Der Markt geht nahezu einhellig davon aus, dass der Zins unverändert bei 3,50 bis 3,75 Prozent bleibt.

Ein Detail ist wichtig: Dies ist eine Sitzung ohne neue Projektionen, es gibt also keinen Dot Plot. Damit verlagert sich die gesamte Aufmerksamkeit auf die Formulierung der Erklärung und darauf, was Warsh in der Pressekonferenz über den Bilanzabbau durchblicken lässt. Für Kryptoanleger ist genau dieser Punkt oft relevanter als die Zinszahl selbst: Das Tempo, in dem die Fed Liquidität aus dem System zieht, bestimmt, wie viel Risikokapital im Markt verbleibt.

Der Angstindex bleibt bei 29

Der Fear & Greed Index steht bei 29, exakt wie gestern. Das ist der Bereich „Angst“, und es fällt auf, wie hartnäckig dieser Stand ist bei einem Markt, der bereits den zweiten Tag in Folge leicht zulegt.

Diese Kombination sagt etwas aus. Ein Index, der einem steigenden Kurs nicht folgt, deutet darauf hin, dass die Erholung von vorsichtigen Käufen getragen wird und nicht von Begeisterung. Historisch ist das kein schlechtes Zeichen — Böden entstehen selten bei guter Stimmung — aber es bedeutet auch, dass ein einziger enttäuschender Satz in der Fed-Erklärung genügt, um die Gewinne dieser Woche wieder auszulöschen.

Gewinner und Verlierer des Tages

An der Spitze springt Orochi Network (ON) um 74,49 Prozent, gefolgt von Audiera (BEAT) mit 30,20 Prozent und Zilliqa (ZIL) mit 26,7 Prozent. Lighter (LIT) legt 8,91 Prozent zu und Jupiter (JUP) 6,68 Prozent. Bei den ersten drei handelt es sich um kleine Namen mit dünnen Orderbüchern; solche Ausschläge sagen mehr über Liquidität als über zugrunde liegende Entwicklungen.

Am unteren Ende verliert Pyth Network (PYTH) 7,09 Prozent, MemeCore (M) 5,25 Prozent und LayerZero (ZRO) 4,97 Prozent. Auch hier keine Dramatik: Das sind Bewegungen, die zu einem Markt passen, der seitwärts auf Nachrichten wartet und in dem Kapital von einem Namen zum nächsten rotiert, ohne dass unter dem Strich viel hinzukommt.

Stablecoins und DeFi: das ruhige Mittelfeld

Der gesamte Stablecoin-Markt steht bei 302,5 Milliarden Dollar, rund 264,7 Milliarden Euro, und gibt 0,1 Prozent nach. Das ist praktisch Stillstand, und das ist für sich genommen eine Nachricht: Würden Anleger massenhaft flüchten, müsste dieser Zähler steigen. Es wird also nicht panisch an die Seitenlinie verkauft.

DeFi ist 62,6 Milliarden Dollar wert, rund 54,8 Milliarden Euro, mit einem Plus von 0,8 Prozent. Das passt zum größeren Bild eines Marktes, der etwas mehr Risiko wagt als gestern, aber in engen Grenzen. Solange der Stablecoin-Bestand nicht schrumpft, bleibt trockenes Pulver an der Seitenlinie liegen.

Was das für Sie bedeutet

Wer heute eine Order platzieren möchte, tut gut daran, den Abend abzuwarten. Rund um 20 Uhr und in den dreißig Minuten danach ist das Orderbuch dünner als sonst, und die Kursausschläge übersteigen deutlich, was die Nachricht rechtfertigt. Wer dennoch handelt, fährt mit Limit-Orders besser als mit Market-Orders.

Auf längere Sicht ändert sich inhaltlich wenig. Bitcoin bewegt sich seit Wochen in einer Spanne, der Angstindex bestätigt, dass keine Euphorie herrscht, und der Stablecoin-Bestand zeigt, dass kein Geld in großem Stil den Markt verlässt. Interessanter als die Zinszahl ist, was Warsh über die Bilanz sagt: Hält die Fed das Tempo des Abbaus, bleibt die Bremse vorerst angezogen. Kündigt er eine Verlangsamung an, wäre das das erste echte Signal für ein lockereres Umfeld seit dem Frühjahr.

Quellen: CoinGabbar, CoinDesk, Federal Reserve, EZB. Zuletzt geprüft: 29. Juli 2026.

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