Exchanges16. Juli 2026

Niederländische Kryptoplattform Knaken für insolvent erklärt: 7 Millionen Euro Kundengelder verschwunden

Das Gericht Rotterdam erklärte das Kryptounternehmen Knaken am 16. Juli auf Antrag der Staatsanwaltschaft für insolvent. Rund 7 Millionen Euro Kundengelder fehlen, 30.000 Kunden kommen nicht an ihre Guthaben.

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Für Knaken ist der Vorhang gefallen. Das Gericht Rotterdam erklärte das niederländische Kryptounternehmen am 16. Juli 2026 für insolvent — auf Antrag der Staatsanwaltschaft (OM). Laut den Ermittlern fehlen rund 7 Millionen Euro an Kundengeldern, etwa 30.000 Kunden kommen nicht an ihre Guthaben.

Vom Feyenoord-Sponsor zur Insolvenz

Das 2017 in Rotterdam gegründete Knaken war jahrelang eine der bekanntesten niederländischen Kryptoplattformen und sponserte unter anderem die Fußballclubs Feyenoord, Ajax und Sparta. Am 1. Juni 2026 konnten sich Tausende Kunden plötzlich nicht mehr einloggen: Das Unternehmen stellte den Betrieb ein, weil es keine MiCA-Lizenz erhalten hatte — die europäische Zulassung, die seit 2024/2025 für Kryptodienstleister in der EU verpflichtend ist.

Staatsanwaltschaft griff nach AFM-Warnungen ein

Am 30. Juni beantragte die OM — die auch strafrechtlich ermittelt — die Insolvenz, nach Hinweisen der Aufsichtsbehörde AFM auf eine „sehr besorgniserregende Lage". Das Gericht folgte dem Antrag: Erhebliche Kundengelder sind ohne klare Erklärung verschwunden, die Plattform ist gesperrt, und dem Unternehmen fehlen die Mittel, alle zurückzuzahlen.

Knaken widersetzte sich der Insolvenz und wollte einen eigenen Verteilungsplan aufstellen — der FIOD hatte bereits Vermögenswerte beschlagnahmt. Der Richter lehnte ab und merkte an, dass Knakens Website Kunden aktiv davon abhielt, selbst tätig zu werden.

Wie geht es für Geschädigte weiter?

Ein Insolvenzverwalter wickelt nun die Masse ab. Geschädigte Kunden haben bereits ein Kollektiv für gemeinsames Vorgehen gegründet. Die wichtigste Lehre für Krypto-Nutzer: eine Plattform mit MiCA-Lizenz wählen und große Guthaben nicht unnötig auf einer Börse liegen lassen — not your keys, not your coins.

Quellen: Rechtspraak.nl, Openbaar Ministerie, Crypto Insiders. Zuletzt geprüft: 16. Juli 2026.

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