Spot-Bitcoin-ETFs verlieren 2,08 Milliarden Euro in zwei Wochen
Amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in den vergangenen zwei Wochen mehr als 2,08 Milliarden Euro Nettoabfluss — eine bemerkenswerte Kehrtwende nach Monaten stetiger Zuflüsse.
Zwei Wochen rote Zahlen
Nach einem starken Start ins Jahr 2026 sind die amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs in eine Korrekturphase geraten. CoinDesk meldet, dass seit Anfang Mai mehr als 2,08 Milliarden Euro aus den Fonds abgeflossen sind.
Die größten Abflüsse zeigen sich bei den beiden Marktführern, während einige kleinere Fonds noch leicht positive Zuflüsse verbuchen.
Was treibt die Abflüsse?
- Steigende Zinsen machen Cash und kurzlaufende Staatsanleihen wieder attraktiv.
- Gewinnmitnahmen nach der starken Rally im ersten Quartal 2026.
- Geopolitische Unsicherheit rund um den Iran und Handelsspannungen.
Das institutionelle Bild bleibt vielschichtig
Trotz der Abflüsse nehmen einige große Vermögensverwalter Bitcoin weiter in ihre Musterportfolios auf. Nach jüngsten 13F-Meldungen haben Pensionsfonds und Family Offices ihre Positionen im ersten Quartal sogar leicht ausgebaut.
Der Kontrast zeigt: Der Markt steckt in einer Phase, in der Trader flüchten, während langfristige Allokatoren Positionen aufbauen.
Was ist zu erwarten?
Analysten achten auf zwei Signale:
- Eine Stabilisierung der Anleiherenditen
- Wieder positive tägliche ETF-Zuflüsse
Solange beides fehlt, bleibt der Markt anfällig für weitere Rückgänge.
Beträge sind aus USD zu einem indikativen Wechselkurs umgerechnet.
