MineShop startet HashStrike: Bitcoin-Hashrate tageweise mieten
HashStrike von MineShop vermietet SHA-256-Hashrate ab 1 PH/s pro Tag für 55 Sats pro TH/s. Was es kostet, was es einbringt und wie du deinen eigenen Miner vermietest.
MineShop hat ein zweites Standbein: HashStrike, eine Mietplattform für Bitcoin-Hashrate unter hashstrike.mineshop.eu. Du mietest SHA-256-Rechenleistung für 1 bis 30 Tage, ab 1 PH/s, und bezahlst mit einer einzigen Bitcoin-Rechnung. Am 28. September lag der Marktpreis bei 55 Sats pro TH/s und Tag. Wer selbst einen Miner hat, kann ihn auf derselben Seite vermieten.
Was ist HashStrike?
HashStrike ist ein Mietmarkt für Bitcoin-Hashrate der Mining Hardware Limited, des irischen Unternehmens hinter dem Onlineshop MineShop.eu. Du kaufst keinen Miner, sondern vorübergehend die Arbeit fremder Miner, und du bestimmst selbst, an welchen Pool diese Arbeit geht. Das kann der Solo-Pool von HashStrike sein, ein normaler Pool oder dein eigener.
Es gibt zwei Seiten:
- Mieten. Du wählst Kapazität und Laufzeit, bezahlst und verfolgst die Lieferung auf einer eigenen Tracking-Seite.
- Vermieten. Du hängst deinen eigenen Miner über einen Proxy an den Marktplatz und bekommst Sats, sobald ihn jemand mietet.
Angeboten wird nur SHA-256, also nur Bitcoin-Hardware. Scrypt für Litecoin und Dogecoin gibt es nicht.
Was kostet das Mieten?
HashStrike rechnet in Satoshi pro TH/s und Tag. Am 28. September standen zwei Tarife auf der Seite:
Das Minimum liegt bei 1 PH/s (1.000 TH/s) für einen Tag, das Maximum bei 50 PH/s für 30 Tage. Umgerechnet zum Markttarif:
Mit dem Code CRYPTOCODES bekommst du 3 % Rabatt auf einen Mietauftrag. Zum Markttarif zahlst du dann 53,35 Sats pro TH/s und Tag, für 1 PH/s einen Tag lang 53.350 Sats. Der Prozentsatz stammt aus dem Partnerprogramm von MineShop; das Bestellformular hat kein Gutscheinfeld, prüfe den Betrag also vor dem Bezahlen.
Bezahlt wird ausschließlich on-chain in Bitcoin, über BTCPay Server. Zum Mieten brauchst du kein Konto, Kartenzahlung gibt es nicht, und HashStrike verwahrt kein Guthaben für dich. Laut den Bedingungen vom 7. September kommt nichts zu dem Betrag hinzu, der vor der Zahlung angezeigt wird.
Was, wenn weniger Hashrate ankommt?
HashStrike misst die Lieferung an der Stratum-Verbindung selbst: gelieferte PH-Stunden gegenüber zugesagten PH-Stunden. Fällt das Ergebnis niedriger aus, wird die Differenz automatisch in Strike Credit umgewandelt, ein Sats-Guthaben anteilig zu dem, was fehlte.
Der Haken steht in denselben Bedingungen: Strike Credit ist keine Erstattung. Du kannst es nur für eine weitere Miete bei HashStrike verwenden und nicht in Bitcoin umtauschen. Geld zurück auf deine eigene Adresse bekommst du also nicht.
Lohnt sich das Mieten?
Im Durchschnitt nicht, und das lässt sich nachrechnen. Der Ertrag pro TH/s und Tag heißt Hashprice. Über die letzten 144 Blöcke bis zum 28. September nahmen die Miner zusammen 452,01 BTC ein (Blocksubvention plus Transaktionsgebühren), bei einer Netzwerk-Hashrate von rund 951 EH/s laut mempool.space. Das ergibt etwa 47,5 Sats pro TH/s und Tag.
Der Markttarif von 55 Sats liegt 16 % darüber, Priority 28 %. Wer mietet, zahlt also mehr, als die Hashrate in diesem Moment im Schnitt einbringt. Für je 100 Sats Miete kannst du langfristig rund 86 Sats zurückerwarten, vor Pool-Gebühren. Mit 3 % Rabatt über CRYPTOCODES werden es 53,35 Sats, immer noch 12 % über dem Hashprice; dann kommen von 100 Sats rund 89 zurück. Das ist keine Besonderheit von HashStrike: Auf Mietmärkten liegt der Preis meist über dem Hashprice, weil Vermieter ihren Strom und ihr Risiko einpreisen.
Solo: die Chance auf einen ganzen Block
Wer gemietete Hashrate an einen Solo-Pool schickt, bekommt keinen kleinen Tagesbetrag, sondern eine kleine Chance auf einen kompletten Block, derzeit gut 3,1 BTC. Bei derselben Netzwerk-Hashrate von 951 EH/s:
Beim größten Auftrag zahlst du 0,825 BTC für eine Chance von eins zu fünf auf gut 3,1 BTC. In vier von fünf Fällen kommt nichts dabei heraus, und Strike Credit deckt das nicht ab: HashStrike verspricht gelieferte Hashrate, keine Blöcke. Die Netzwerk-Hashrate schwankt täglich, diese Chancen sind also eine Momentaufnahme.
Der Marktplatz: den eigenen Miner vermieten
Der Marktplatz unter hashstrike.mineshop.eu/marketplace ist die andere Seite desselben Systems. Du legst ein kostenloses Konto an, gibst eine Bitcoin-Adresse an und änderst an deinem Miner eine Stratum-Einstellung, auf stratum+tcp://hashstrike.mineshop.eu:3340. HashStrike misst dann die tatsächliche Hashrate deines Rigs, danach geht dein Angebot zu dem Preis online, den du wählst.
Wird dein Rig gemietet, leitet der Proxy die Arbeit für diesen Zeitraum automatisch an den Pool des Mieters. Wohin er mint, solange niemand mietet, beschreibt die Seite nicht genau; frag nach, wenn du deinen eigenen Pool weiter nutzen willst. Die Zahlung liegt treuhänderisch bereit und wird anschließend in Sats ausgezahlt, auf Basis der gemessenen Lieferung. Das Einstellen ist kostenlos; HashStrike behält bei der Abrechnung eine Marktplatzgebühr ein. Wie hoch diese Gebühr ist, steht nirgends auf der Seite oder in den Bedingungen. Frag nach, bevor du ein Rig anbietest.
Am 28. September standen drei verifizierte Rigs auf dem Marktplatz, zusammen 21,2 TH/s:
Diese Preisvorstellungen liegen 3- bis 9-mal über dem Markttarif von 55 Sats und weit über dem Hashprice von 47,5 Sats. Ob sie zu diesem Preis tatsächlich vermietet werden, zeigt die Seite nicht. Zum Vergleich: Ein Rig mit 10 TH/s bringt in einem normalen Pool derzeit rund 475 Sats pro Tag, vor Stromkosten.
Mieten und auf den eigenen Pool lenken
Bei einem Mietauftrag kannst du eine eigene Stratum-URL angeben. Standardmäßig ist HashStrike Solo eingetragen, stratum+tcp://solo.mineshop.eu:3335, mit deiner Bitcoin-Adresse als Worker-Name. Die Gebühr dieses Solo-Pools steht nicht auf der HashStrike-Seite.
Ein anderes Ziel ist der Solo-Pool von CryptoCode, der seit dem 26. September offen ist. Für gemietete Hashrate gibt es dort einen eigenen Port: stratum+tcp://pool.cryptocodes.eu:3338, mit deiner eigenen BTC-Adresse als Benutzername und 1 % Pool-Gebühr. Dieser Port startet mit hoher Difficulty, genau das, was ein Auftrag ab 1 PH/s braucht. Wir haben daran ein eigenes Interesse, lies also die Erklärung, wie der Pool funktioniert, und rechne selbst nach.
Für wen ist HashStrike nicht geeignet?
- Für alle, die einen planbaren Ertrag suchen. Mieten kostet im Schnitt mehr, als es einbringt.
- Für alle, die bei einer fehlgeschlagenen Lieferung Geld zurück erwarten: Das wird Strike Credit, kein Bitcoin.
- Für alle, die Litecoin, Dogecoin oder einen anderen Algorithmus minen wollen. Nur SHA-256.
- Für alle, die klein anfangen wollen: Das Minimum ist 1 PH/s für einen Tag, etwa 55.000 Sats.
MineShop selbst: Gutschein CRYPTOCODES
Der Code CRYPTOCODES gibt 3 % Rabatt auf alle drei Bereiche: den Shop mit ASIC-Minern, vom ESP32-Solo-Miner bis zu WhatsMiner und Antminer, die Miete bei HashStrike und den Marktplatz. Im Shop haben wir das am 28. September getestet: 2,25 € Rabatt auf einen Bitaxe Gamma 601 für 74,87 €. Das Bestellformular von HashStrike hat kein Gutscheinfeld; dass die 3 % dort ebenfalls gelten, stammt aus dem Partnerprogramm von MineShop und konnten wir nicht selbst testen. Prüfe vor dem Bezahlen, ob der Rabatt im Betrag enthalten ist. Bedingungen und Rückgaberegeln des Shops stehen auf unserer MineShop-Seite.
Offenlegung: Die Links zu HashStrike, zum Marktplatz und zu MineShop sind Affiliate-Links. Wenn du über einen solchen Link mietest oder kaufst, erhält CryptoCode eine Provision. Für dich wird es dadurch nicht teurer.
Häufige Fragen
Ist das Mieten von Hashrate profitabel?
Im Durchschnitt nicht. Am 28. September lag der Markttarif von HashStrike bei 55 Sats pro TH/s und Tag, während ein TH/s in diesem Moment etwa 47,5 Sats einbrachte. Auch mit 3 % Rabatt über CRYPTOCODES (53,35 Sats) zahlst du mehr, als du im Schnitt zurückbekommst. Gewinn hängt vom Glück beim Solo-Mining oder von einem steigenden Bitcoin-Kurs ab.
Was ist das Minimum bei HashStrike?
1 PH/s für einen Tag. Zum Markttarif sind das 55.000 Sats. Das Maximum sind 50 PH/s für 30 Tage.
Bekomme ich mein Geld zurück, wenn die Hashrate nicht geliefert wird?
Nicht in Bitcoin. Der Fehlbetrag wird automatisch zu Strike Credit, einem Guthaben, das du nur für eine weitere Miete bei HashStrike nutzen kannst.
Kann ich meinen Bitaxe oder Heim-Miner vermieten?
Der Marktplatz nimmt jeden SHA-256-Miner an, den du über den Proxy anmeldest; HashStrike nennt kein Minimum. Das kleinste Rig am 28. September hatte 3,1 TH/s. Wie viel Gebühr HashStrike einbehält, steht nicht auf der Seite.
Welchen Pool nutze ich für gemietete Hashrate?
Jeden Pool mit einer Stratum-URL. HashStrike trägt standardmäßig seinen eigenen Solo-Pool ein. Du kannst auch einen normalen Pool angeben oder den Rental-Port 3338 des CryptoCode-Solo-Pools.
Gilt der Code CRYPTOCODES auch bei HashStrike?
Laut dem Partnerprogramm von MineShop gibt CRYPTOCODES 3 % Rabatt im Shop, auf Mieten bei HashStrike und auf dem Marktplatz. Im Shop haben wir es getestet; das Bestellformular von HashStrike hat kein Gutscheinfeld, prüfe also vor dem Bezahlen, ob der Rabatt im Betrag enthalten ist.
Ist das ein Anlageprodukt?
Nein. Du kaufst Rechenleistung für einen bestimmten Zeitraum. Es gibt keinen garantierten Ertrag, und HashStrike schreibt selbst, dass es gelieferte Hashrate verspricht, keine Blöcke.
Mehr zum Mining: Bitcoin-Mining erklärt, Hashrate umrechnen und Mieten über NiceHash.
Quellen
Zuletzt geprüft am 28. September 2026.
- HashStrike, Startseite mit Tarifen, Minimum und Strike Credit: hashstrike.mineshop.eu
- HashStrike, Marktplatz und aktuelle Angebote: hashstrike.mineshop.eu/marketplace
- HashStrike, Vermieten und Proxy-Adresse: hashstrike.mineshop.eu/marketplace/sell
- HashStrike, Allgemeine Geschäftsbedingungen (aktualisiert am 7. September 2026): hashstrike.mineshop.eu/page/terms-conditions
- Netzwerk-Hashrate: mempool.space/api/v1/mining/hashrate/1w
- Ertrag der letzten 144 Blöcke (968.814 bis 968.957): mempool.space/api/v1/mining/reward-stats/144
- Rabatt CRYPTOCODES (3 % auf Shop, Miete und Marktplatz): Partnerprogramm von MineShop; im Shop getestet am 28. September 2026 (2,25 € auf 74,87 €).
- Hashprice, Chancen und Auftragssummen: eigene Berechnung auf Basis der beiden mempool.space-Quellen und der Tarife von HashStrike.
